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Lucy Clarke, Die Landkarte der Liebe


Zwei Schwestern, ein geheimes Tagebuch – und eine Reise ins Innerste des Herzens, das und noch einiges mehr verspricht und hält die Inhaltsangabe.


Aber erst einmal zum Cover.

Besonders hervorstechend ist ein Foto, welches eine glückliche junge Frau darstellt. In Kombination mit der Inhaltsangabe lässt sich sofort vermuten das es sich hierbei um Mia handelt. Das Foto ist mit einer Ranke befestigt, die sich auch auf der Rückseite wiederfinden lässt.

Neben dem Foto ist eine pinkfarbene Mond – Orchidee. Darüber steht der Titel „Die Landkarte der Liebe“ in dünnen Druckbuchstaben, welche sich durch ein fließend übergehenden Farbwechsel zwischen pink und purpur auszeichnen. Rechts vom Titel steht der Autorenname „Lucy Clarke“ in noch dünneren und nur einfarbigen, schwarzen, Druckbuchstaben.

Der Hintergrund sieht wie Meerwasser aus, welches von oben nach unten hin immer Farbintensiver wird. Oft hab ich bei Ortsbeschreibungen an das Cover gedacht, aber auch bei den Beschreibungen wie das Tagebuch von Mia aussah.

Die Inhaltsangabe ist Perfekt. Sie trifft Punktgenau das Geschehen und hält was sie verspricht.


Nach einigen unerfreulichen Ereignissen im Leben von Mia beschließt sie eine lange Reise in verschiedene Länder mit ihrem besten Freund Finn zu machen.

Um ihre Reise festzuhalten führt Mia ein Reisetagebuch, in welchem sie ihre Gefühle, Gedanken und Eindrücke über sich selbst und ihrer Momentanen Situation beschreibt.

Doch etwas tragisches passiert und Katie, Mias Schwester, bekommt mitten in der Nacht einen Anruf, von der Polizei von Bali, das ihre Schwester Tod sei und wie sich wenig später herausstellt dies durch Selbstmord geschah.

Katie kann das alles nicht glauben, so vieles passt nicht zusammen, so vieles ist ihr Unbekannt und unverständlich und deshalb beschließt sie kurzerhand sich auf die selbe Reise wie Mia, zusammen mit deren Tagebuch, zu begeben.

Und so begibt sich auch der Leser auf eine Reise deren Ausgang noch völlig ungewiss ist.

Dabei verfolgt man aber nicht nur Katie, sondern auch Mia.


Sympathisch sind beide Mädels, obwohl sie nicht unterschiedlicher sein könnten.

Katie wirkte im ersten Moment sehr Selbstbewusst und Zielstrebig. Wie eine Frau die weiß was sie will und zeitgleich noch genug Kraft aufbringen kann um sich um andere, vor allem aber um ihre Schwester, kümmern zu können. Sie ist sehr herzlich und mitfühlend.

Doch auf dem zweiten Blick erfährt man auch, dass sie nicht immer die Starke ist. Sie beneidet Mia um ihre Spontanität, ihren Sinn für Humor und ihrer Lebhaften Art und wäre gerne ein Stück wie sie.

Und das ist auch das, was sie am meisten verbindet. Beide haben das Gefühl der anderen nicht zu genügen, weniger Wert zu sein und an dem momentan zerrenden Verhältnis Schuld zu sein.

Auch Mia wäre gern ein wenig wie Katie und hätte gern ihr Selbstvertrauen und ein Stück von ihrer Beständigkeit. Sie glaubt sich verloren zu haben und fühlt sich in ruhigen Momenten einsam bzw. unnahbar, da sie nicht den Draht zu Menschen bzw. die Herzlichkeit und wärme wie Katie besitzt.

Sie zeichnet sich durch ihre Spontanität aus, die Dinge locker zu sehen und anzugehen. Des Weiteren ist sie Humorvoll und steht schon von Kindheit an an Finns Seite, als beste Freundin. Sie ist Reiselustig und Lebhaft sowie ein wenig Geheimnisvoll.

Weiterhin lernt man neben den Charaktereigenschaften auch das Leben der Mädels kennen, insbesondere die Gefühlswelt der beiden sowie das reifen und wachsen an und durch neue Situationen.

Alles in allem sind beide auf ihre ganz eigene Art sehr sympathisch und Liebenswert und man verfolgt um so lieber die Reise jeder einzelnen.


Der Schreibstil ist leicht, sehr Detailreich und vor allem bildlich, so dass man sich vollkommen in Situationen, Geschehen und Orte hinein versetzen konnte. Des Weiteren war es sehr flüssig zu lesen. Besonders gefallen hat mir die Monatsangabe sowie der Name, der jeweiligen Schwester, als Kapitel beginn. Zum einen wusste man so auf wen das Hauptaugenmerk lag und in welchem Zeitrahmen sich das alles abspielte. Ebenfalls gut fand ich, dass die ganz persönlichen Gedanken sich durch eine dickere und kursive Schrift ausgezeichnet haben, so dass diese noch einmal an Bedeutung gewannen. Ideal finde ich auch die Regelmäßigkeit zwischen dem Wechsel der Kapitel mit Mia und Katie und die darin vorkommenden Cliffhanger, die einen antrieben immer weiter und weiter zu lesen. Die ganze Geschichte ist sehr authentisch und man findet auf jede Frage mehr oder weniger eine Antwort.


Fazit: Mir hat das Buch riesig gefallen, der Titel ist so originell wie die Geschichte und es steckt kein 0 - 8 - 15 kitsch dahinter.


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4.11.12 21:53
 



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