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David Safier, Plötzlich Shakespeare


Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage, die sich nicht nur Hamlet damals stellte, sondern auch Rosa aus dem 21. Jahrhundert.


Rosa ist eine junge Frau, die sich selbst als das absolute Frauenklischee bezeichnet. Nach der Trennung einer längeren Beziehung gibt es für sie im Moment nix besonderes und so lebt sie, eher freudlos, einfach so vor sich hin.

Doch eines Tages gerät ihr Leben durch eine magische Zufallsbegegnung in ganz andere Bahnen und plötzlich steckt sie in einem Männerkörper des späten 16. Jahrhunderts.

Dieser Körper gehört keinen geringeren als William Shakespeare, der eher mäßig über diesen Zwischenfall erfreut ist.

Zusammen mit ihm macht sie sich auf die Suche nach der wahren Liebe, denn nur so schafft sie es in die Gegenwart zurück. Dabei lernt sie Shakespeare und sein Leben kennen, welches oft sehr verzwickt ist.


Sympathisch sind hierbei beide sehr.

Rosa ist eine junge Powerfrau, die sich und ihre Freunde gerne mal auf die Schippe nimmt. Vor allem ihr bester Freund Holgi, der ihr sehr nah steht, muss das ertragen. Doch schenken tut er ihr auch nichts und so verbindet sie eine tiefe und von Grund auf ehrliche Freundschaft. Es machte riesig Spaß die manchmal sehr spitzen Wortgefechte zu verfolgen.

Shakespeare, von dem man eigentlich erwartet das er ein versnobter Schnösel ist, ist auch ein hervorragender Charakter, der Rosa sehr gleicht.

Beide haben sie eine lockere und Charmante Art an sich, die sich in manchen Momenten durch Ironie und Sarkasmus auszeichnet. Dennoch bleiben auch die Gefühle nicht aus und so verfolgt man ebenfalls eine erste aufkeimende Liebe zwischen den 2en. Des Weiteren erlebt man mit wie Rosa und Shakespeare an den Herausforderungen und dem teilen eines Körpers und dessen verbundene Aufgabe heran wachsen.


Gut gewählt finde ich vor allem, dass Shakespeare eine andere Schriftart, kursiv, hat, denn so kam man nie durcheinander wenn die 2 miteinander geredet haben.

Allgemein war es sehr Dialoglastig, dies natürlich wie zu erwarten mit Rosa und Shakespeare.

Aber auch die Gedanken jenes einzelnen kamen zu Wort, welche immer aus der Sicht des Erzählenden erzählt wurde.

Des Weiteren war die Story sehr Detailreich und Bildlich beschrieben, was es aber keinesfalls unnötig in die Länge zog. Der Schreibstil war locker, humorvoll und sehr flüssig zu lesen.

Weiterhin gefallen hat mir, dass man, bevor man die beiden in einem Körper erleben durfte, sie erst einmal, jeden für sich, in einzelnen Kapiteln, kennenlernt durfte, denn so konnte man auch besser Nachvollziehen welche Gedanken und Gefühle beim “verschmelzen“ auf sie einprasselten.


Das Cover ist passend zur Geschichte.

Zu sehen ist im Comic – Style Rosa, die im Bad ganz erschrocken über ihr Spiegelbild, welches Shakespeare zeigt, ist.

Über dem Bild steht der Titel „Plötzlich Shakespeare“ in roten und dünnen sowie großen Druckbuchstaben. Über dem Titel steht der Name des Autors „David Safier“ in blauen und etwas größeren Druckbuchstaben. Der Hintergrund ist ein helles gelb, welches von der Mitte aus nach oben und unten hin dunkler wird. Die Buchrückseite hat die selbe Hintergrundfarbe und eine passende Inhaltsangabe.

Alles in allem ein sehr schönes Gesamtbild.


Von mir gibt es definitiv 5 Sterne und eine klare Buchempfehlung für jeden, der nach einer kurzweiligen und humorvollen Geschichte sucht.

 

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5.10.12 08:07
 



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