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Nicole Joens, Maria sucht Josef


Weihnachtswunder werden manchmal eben doch Wahr !

 

Aber erst einmal zum Cover.

Zu sehen ist eine junge Frau, die lächelnd nach unten schaut, eingemumelt in eine Jacke mit Wollmütze. Hinter ihr ist eine Schneelandschaft und über ihr sind 2 Wolken und viele fette Schneeflocken.

In der ersten und kleineren Wolke steht der Autorenname „Nicole Joens“.

In der zweiten und größeren Wolke steht der Titel „Maria sucht Josef“.

Rechts neben der größeren Wolke ist noch eine Hand die ein kleinen goldenen Herzanhänger hält. Dieser ist auch auf der Rückseite, nur statt oben rechts dieses mal unten rechts.

Die Inhaltsangabe ist knapp und kurz aber passend.

 

Seit dem Tod ihrer Schwester und deren Mann muss sich die Hochschwangere Miriam, 39 Jahre jung, um ihren Neffen Bene und ihrer Nichte Anna - Sophie kümmern.

Doch statt voll und ganz für die Kinder da zu sein hat sie dauerhaft Ärger mit den Behörden, die die Kinder lieber in Pflegefamilien sehen wollen. Als wäre das nicht schon genug, gesellen sich noch massive Geldprobleme und die bevorstehende Geburt dazu.

Doch kurzzeitig kann Miriam all das vergessen, als sie und die Kinder einen warmen Platz in einem alten Taxi finden, welches die 3 nicht gleich raus wirft, um zu ihrer Hebamme, etliche km weit weg, zu kommen. Jedoch bleibt diese kurze Freude nicht lang, denn noch hat sie Joe, dem Taxifahrer, nicht gesagt das sie die Fahrt gar nicht bezahlen kann.

Eine lange Nacht entsteht und eine nette Geste nach der anderen folgt und Miriam sowie der Leser bekommen den Eindruck das es tatsächlich noch so etwas wie ein Weihnachtswunder gibt.


Sympathieträger sind vor allem die Kinder. Danach folgt Joe, der zwar etwas grummelig ist, aber das Herz am rechen Fleck hat. Bei Miriam braucht es eine Weile bis man sie sympathisch findet. Ein Grund dafür ist, das man sie am Anfang als sehr Verantwortungslos, leichtsinnig und Schroff empfindet. Doch im weiteren Verlauf werden diese Eigenschaften eher als pure Verzweiflung und Selbstschutz definiert.


Den Schreibstil fand ich leicht und Detailreich. Die Geschichte wird aus der Sicht von Joe, Miriam und auch Bene, seltener von Anna- Sophie, geschildert. Dabei schweifen sie alle sehr ab und hängen oft in ihrer Vergangenheit, als alles noch besser war.

Neben dem Erzählerstil gibt es auch einige Dialoge bei denen vor allem Joe mit seinem Dialekt auffällt. Zwar wirkt es so sehr authentisch, war auf Dauer aber ein klein wenig nervig.

Die Kapitel hatten noch einmal eine kleine Überschrift deren Bedeutung im Verlauf immer erkennbar war.

Das Ende ist durch den Untertitel auf dem Cover „Eine weihnachtliche Liebesgeschichte“ vorhersehbar, doch getreu dem Motto : Der Weg ist das Ziel, gibt es noch einige überraschende, verzweifelte und wundervolle Momente.

Sicherlich empfinden einige das Ende als etwas zu abgedreht oder unrealistisch, doch wenn man die Geschichte nur als solche betrachtet ist es durchaus annehmbar und einfach als WeihnachtsWUNDER zu betrachten.


Empfehlen würde ich es daher jeden, der Spaß an einer chaotischen und verzwickten Weihnachtsgeschichte hat, jedoch kein Realitätsfanatiker ist.


☻ ☻ ☻ ☻ ☺

1.10.12 20:19
 



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