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Thomas Glavinic, Das Leben der Wünsche


Wünsche sind manchmal sehr skurril und so ist auch diese Geschichte !


Aber, wie immer, erst einmal zum Cover. (Taschenbuch)

Der untere Teil zeigt eine Frau, seitlich und nur zur Hälfte, deren lange Zöpfe nach oben schweben. Der Hintergrund ist dabei sehr dunkel grün und auch die Frau strahlt nicht gerade. Es wirkt sehr düster. Der obere Teil ist komplett weiß und nur der Autorenname, in schwarz, und der Titel, in rot, stechen hervor.

Eine wirkliche Bedeutung kann ich dem Cover nicht wirklich zu schreiben und so bleibt es Rätselhaft bzw. Geheimnisvoll um den wahren Sinn.

Die Inhaltsangabe ist knapp, benennt nur das markanteste und könnte evtl. sogar falsche Erwartungen hegen. (*Augenroll* Ja, ich habe etwas anderes erwartet und Empfehle deswegen jeden vorher den „Blick ins Buch“ zu wagen.)


Bevor die eigentliche Geschichte beginnt ist ein Zitat von dem chilenischen Schriftsteller Roberto Bolano zu lesen und während man am Anfang darüber Nachdenkt, sich nach dem Sinn und der Bedeutung fragt, so fühlt man sich gerade am Ende in diesem Zitat gut aufgehoben, so beschreibt es die Handlung, die Geschichte, ihren Stil und deren Bedeutung Perfekt.


Gleich im ersten Kapitel nimmt die Geschichte fahrt auf. Wie in der Inhaltsangabe erwähnt trifft Jonas, der Protagonist, auf einen Mann, im weißen Anzug mit Bierfahne und Goldkettchen, welcher ihm drei Wünsche zu erfüllen verspricht. Prompt wünscht sich Jonas etwas, doch solche törichten Wünsche meinte die „Fee“ nicht und so stellt Jonas, und auch der Leser, fest, dass es um tiefe, ehrliche und geheime Wünsche geht.

Im weiteren Verlauf erfüllen sich nun ein paar Wünsche, die aber nie laut ausgesprochen werden und da es mehr als drei sind bleibt es am Leser hängen zu entscheiden was wohl der eigentliche Wunsch von Jonas war.

Beim Wahr werden der Wünsche spielen sich einige Dramen ab und wenn man mal vom guten im Menschen ausgeht, sind diese nicht direkt als Wunsch, sondern eher als Kollateralschaden zu betrachten.

Weiterhin erfährt man im weiteren Verlauf auch so einiges über sein Leben, welches teilweise wirklich Fern aller Realitäten ist.


Jonas, der Protagonist, ist ein unsympathischer Kerl, bei dem es schon schwer fällt ihn überhaupt annehmbar zu finden. Was wohl auch daran liegt, obwohl man ihn von Anfang bis Ende begleitet, dass er sehr unnahbar ist und schlechte Charaktereigenschaften verpasst bekommen hat.

Er ist relativ einfach, sein Leben ist relativ einfach, doch seine Gedanken strotzen nur so von Irrsinn, Wahnsinn, Komplexität und manchmal auch Genialität.

Seine Gedanken, Gefühle und Wünsche sind wie ein Spielball in einem Flipper und genau dadurch habe ich öfters mal den roten Faden verloren, soweit es einen gab.


Nichts desto trotz war es, vor allem am Anfang, durchaus, zum einfachen Zeitvertreib, lesenswert. Man sollte jedoch seine Anfangserwartungen runter schrauben und sich vollkommen auf einen anderen Verlauf einlassen.

Als ziemlich nervig empfand ich, dass es keine Anführungszeichen gab, vor allem bei Dialogen. Oft steckte schon die Antwort in einer länger geglaubten Frage. Weiterhin sind die Sätze kurz und knapp, einfach und unterkühlt.

Natürlich werden auch ein paar Fragen aufgewühlt, die der Leser nur sich selbst beantworten kann und zum vorherigen Nachdenken anregen.

Was wäre wenn ich drei Wünsche frei hätte ?

Was wünsche ich mir in meinem Unterbewusstsein ?

Wie sehen die mit sich bringenden Konsequenzen aus ?


Fazit: Es gibt schlechtere Bücher und es gibt bessere, dieses Buch ist sicherlich umstritten, da es zur persönlichen Interpretation geradezu Einlädt. Ob Positiv oder Negativ muss jeder selbst herausfinden.


Von mir gibt es 3 Sterne, keine klare Kaufempfehlung, aber als Zeitvertreib durchaus mal erwähnenswert.


☻ ☻ ☻ ☺ ☺

14.11.12 19:04


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Elfie Ligensa, Mittsommersehnsucht


Ein gelungenes Buch für Norwegen – Fans !


Aber erst einmal zum Cover.

Zu sehen ist im Vordergrund ein bedeckter Tisch, der farblich sehr in rosa rot ist. Im Hintergrund ist eine sehr helle, freundliche Umgebung mit einem Pavillon zu sehen, welche aber Unscharf ist, so dass der Tisch hervorsticht.

Der Titel ist in dünnen und pinken Druckbuchstaben, welche leicht erhöht sind. Der Autorenname ist über der Überschrift in kleineren und lilafarbenen Druckbuchstaben.

Alles in allem ist es ein schönes Cover, was zum Träumen einlädt. Für einen „Norwegen – Roman“ hätte ich es allerdings gern etwas uriger gehabt.

Die Inhaltsangabe ist, im Vergleich zu anderen, relativ lang aber passend.


Die Geschichte beginnt mit den kennenlernen von Andrea.

Andrea ist eine junge und gutaussehende Ärztin aus Düsseldorf, die für ihre vermeintlich große liebe nach Bergen, in Norwegen, auswandert.

Alles gibt sie auf, ihre Freunde – ihre Familie – ihre Arbeit, nur um zu einem Mann zu kommen, der, wie sie leider schmerzlich feststellen muss, nicht ganz so an sie hängt und sich unbeabsichtigt in flagranti von Andrea erwischen lässt.

Durch einen sehr netten Taxifahrer gelangt sie auf ein Hurtigrutenschiff. Im hohen Norden Norwegens angekommen versucht Andrea ihr Leben neu zu Ordnen und gewinnt schnell an Freunde, Glück und Arbeit. Aber auch neue Probleme gesellen sich dazu.


Andrea ist eine liebenswerte Protagonistin, mit der man gut mitfühlen kann. Sie ist in ihrer Arbeit sehr engagiert und scheut sich nicht vor neuen Herausforderungen. Auch in ihren Charakterzügen ist sie eine sehr nette und liebenswerte Person, für die Egoismus ein Fremdwort ist, wodurch sie auch schnell viele nette neue Leute kennenlernt und Freundschaft schließt.

Alle anderen Personen fand ich leider etwas zu flach beschrieben. Man bekam zwar hin und wieder mit was sie dachten und fühlten, vor allem beim „geheimnisvollen jungen Mann“ – den sie kennenlernt, aber tiefgründig war dies nicht.


Die Handlung besteht daraus, dass man Andrea bei ihrem Neuanfang begleitet. Dabei lernt man viele neue Personen am Anfang kennen, die im weiteren Verlauf einen festen Platz bekommen und eine eigene Geschichte mit sich bringen, in die Andrea mit hinein gestoßen wird.

Hin und wieder fand ich dies etwas aufgesetzt. So sind z.B. neue Bekanntschaften gleich so gute Freundschaften, dass man meinen könnte, diese würden schon Jahrelang bestehen. Dies mag natürlich hin und wieder mal passieren, aber ständig ? Vielleicht sind die Norweger aber auch einfach nur ein besonders freundliches und herzliches Volk.

Weiterhin fand ich einige Situationen eher weniger authentisch, so begannen sie ganz schnell und dramatisch und endeten ebenso schnell aber einfach.

Der Schreibstil war dabei recht einfach, aber sehr Bild- und Detailreich, was jeden zum Träumen bringt und die Sehnsucht weckt sich auch einmal nach Norwegen zu begeben. Ich würde fast wagen zu behaupten das die Orts- und Landschaftsbeschreibungen mitunter das beste am Roman sind.

Einen dicken Pluspunkt gibt es dafür, dass die Geschichte einen, obwohl sie manchmal einfach nur dahin Plätschert, richtig in den Bann zieht und man immer weiter lesen möchte. Ich kann gar nicht mal genau sagen was einen daran so fesselt, aber Tatsache ist - dass sie es tut.


UND deswegen gibt es von mir auch gute 4 Sterne, für 5 reicht es, wegen der ein oder anderen übertrieben Situation und den relativ flachen Personen, leider nicht.


☻ ☻ ☻ ☻ ☺

11.11.12 17:36


Rebecca James, Die Wahrheit über Alice


„Kein Feind kann dir so wehtun wie deine beste Freundin“ – Genau diese Aussage beschreibt das Buch in seinem Thema Punktgenau.


Aber erst einmal ein paar Worte zum Cover.

Das Cover ist, obwohl es wohl auf den ersten Blick nicht so wirkt, sehr Schlicht. Hauptsächlich ist ein roter und weißer Farbton vorzufinden. Ganz unten vom Cover liegt eine junge Frau mit geschlossenen Augen und man vermutet, durch den Titel, das diese wohl Alice ist.

Nach dem lesen der ganzen Geschichte kann man hier noch ein wenig mehr hinein Interpretieren. So wirkt sie auf den ersten Blick sehr friedlich und ist wie in der Buchbeschreibung wunderschön. Doch auf den zweiten Blick erkennt man auch das unnahbare und unergründliche bzw. etwas geheimnisvolles. Man weiß eben doch nicht wen genau man vor sich hat ?!

Über der geheimnisvollen Dame ist der Titel „Die Wahrheit über Alice“ und darüber der Name der Autorin „Rebecca James“.

Der Titel und der Autorenname zeichnen sich durch dicke, weiße Druckbuchstaben, außer der Name Alice, dieser ist schmal, geschwungener und leicht erhöht, aus.

Unter dem Autorenname steht noch das Genre, Thriller, welches meiner Meinung nach nicht ganz zutreffend ist. Ich würde das Buch eher als einen spannenden Roman bezeichnen.

Der Hintergrund vom oberen Teil des Covers besteht aus vielen Rosenblätter, die nach unten sinken. Nur fünf einzelne Rosenblätter stechen besonders hervor, durch ihre sehr glatte und sehr leicht erhöhte Beschaffenheit.

Die Inhaltsangabe ist kurz und treffend.

Anfangen tut die Geschichte mit Katherine, eine der Protagonistinnen, welche sehr resigniert eine kurze aber entscheidende Meinung über Alice und ihre Bedeutung in ihrem Leben abgibt. Diese zwei Seiten ziehen einen in den Bann und ich war sofort gefesselt und wollte wissen wieso Katherine diese Meinung über Alice hat und vor allem was vorgefallen ist um eine vermeintliche Freundin später als etwas komplett böses zu sehen.

Im weiteren Verlauf lernt man Katherine etwas besser kennen, ihre Lebensgeschichte und ihre momentane Situation. Man lernt mit ihr zusammen Alice kennen und tut sich zusammen mit Katherine freuen, aber auch wundern über das manchmal sehr merkwürdige und ungehobelte Verhalten von Alice. Weiterhin erfährt man auch einiges von der Vergangenheit, als Katherine noch Katie war und unbeschwert lebte, zusammen mit ihrer Schwester Rachel. Doch die unbeschwerte Zeit ist schon eine Weile her und der Leser erfährt erst nach und nach was es mit der Vergangenheit und dem schweren Schicksalsschlag auf sich hat. In einem weiteren Erzählstrang steckt man in der Zukunft von Katherine, welcher mir besonders gut gefallen hat, den man erfährt was aus ihr geworden ist, wie sie sich nun weiter entwickelt hat und ihr Leben bestreitet. Allerdings ist dieser Part auch genau der, der einen ein wenig den Wind aus den Segeln nimmt, den aber der Hälfte ca. erahnt man schon ein bisschen was die „Wahrheit“ über Alice ist und was sich später noch abspielen wird. Dennoch bleibt es lesenswert, denn auch wenn einem das Endergebnis bekannt ist, bleibt einem der Weg bis dahin noch unbekannt.


Sympathieträger Nummer eins ist auf jeden Fall Katherine.

Gleich am Anfang kann man sich gut in sie hinein fühlen, ohne das man ihr Schicksal kennt. Sie ist eine Schüchterne und bedachte Schülerin und lebt bei ihrer Tante um von dort aus auf die selbe Schule zu gehen wie Alice, die sie damals, bei ihrer Entscheidung für die Schule und einer neuen Zukunft, aber noch nicht kannte.

Mit der Zeit wird Katherine einem so nah das man sich mit ihr freut als sie endlich wieder etwas Glück erfährt, mit ihr leidet, wenn sie niedergeschlagen ist oder verletzt wird und mit ihr zusammen zornig ist, wenn ihr böses unrecht getan wird.

Weiterhin empfindet man auch ihre Freunde als etwas besonderes und hat die gleiche Sympathie für sie übrig wie Katherine selbst.

Über Alice will ich eig. nicht viel sagen, um so nicht irgendetwas vorweg zunehmen.

Nur so viel, sie ist eine wunderbare Schauspielerin und eine wichtige und entscheidende Protagonistin.


Der Schreibstil ist leicht, Alltäglich und es ist von Anfang bis Ende flüssig zu lesen. Die Geschichte ist in Ich – Form. Dennoch gewinnt sie an zwei Sichtweisen. Einmal hat man das Gefühl als würde man alles miterleben und selbst die Geschichte durchleben und ein anderes mal ist es als ob Katherine einem die Geschichte erzählt, ausführlich und authentisch.

Die Kapitel sind relativ kurz und somit auch perfekt geeignet um das Buch mal aus den Händen zulegen mit einem beendeten Kapitel. Weiterhin wurde die Geschichte in zwei Teile aufgeteilt. Der Sinn dafür ergibt sich mir allerdings nicht, hat mich aber auch nicht weiter beschäftigt.

Des Weiteren, wie oben schon erwähnt, gehört das Buch für mich nicht ins Thriller – Genre, dafür hat mir einfach der Thrill gefehlt.

Ich halte „Die Wahrheit über Alice“ für einen spannenden, dramatischen und teilweise aufrüttelnden Roman, der einen zeigt wie schnell eine vermeintliche Freundschaft entgleisen kann und das nichts wirklich sicher ist, denn die, die wir am meisten schätzen und unser vertrauen schenken - können die sein, die uns am meisten verletzen, enttäuschen und schaden wollen. Das dies immer mit Vorsatz geschieht ist zu bezweifeln, doch in diesem Roman ist es so und das in einem großen und schmerzlichen Ausmaß.


☻ ☻ ☻ ☻ ☻

8.11.12 12:22


Lucy Clarke, Die Landkarte der Liebe


Zwei Schwestern, ein geheimes Tagebuch – und eine Reise ins Innerste des Herzens, das und noch einiges mehr verspricht und hält die Inhaltsangabe.


Aber erst einmal zum Cover.

Besonders hervorstechend ist ein Foto, welches eine glückliche junge Frau darstellt. In Kombination mit der Inhaltsangabe lässt sich sofort vermuten das es sich hierbei um Mia handelt. Das Foto ist mit einer Ranke befestigt, die sich auch auf der Rückseite wiederfinden lässt.

Neben dem Foto ist eine pinkfarbene Mond – Orchidee. Darüber steht der Titel „Die Landkarte der Liebe“ in dünnen Druckbuchstaben, welche sich durch ein fließend übergehenden Farbwechsel zwischen pink und purpur auszeichnen. Rechts vom Titel steht der Autorenname „Lucy Clarke“ in noch dünneren und nur einfarbigen, schwarzen, Druckbuchstaben.

Der Hintergrund sieht wie Meerwasser aus, welches von oben nach unten hin immer Farbintensiver wird. Oft hab ich bei Ortsbeschreibungen an das Cover gedacht, aber auch bei den Beschreibungen wie das Tagebuch von Mia aussah.

Die Inhaltsangabe ist Perfekt. Sie trifft Punktgenau das Geschehen und hält was sie verspricht.


Nach einigen unerfreulichen Ereignissen im Leben von Mia beschließt sie eine lange Reise in verschiedene Länder mit ihrem besten Freund Finn zu machen.

Um ihre Reise festzuhalten führt Mia ein Reisetagebuch, in welchem sie ihre Gefühle, Gedanken und Eindrücke über sich selbst und ihrer Momentanen Situation beschreibt.

Doch etwas tragisches passiert und Katie, Mias Schwester, bekommt mitten in der Nacht einen Anruf, von der Polizei von Bali, das ihre Schwester Tod sei und wie sich wenig später herausstellt dies durch Selbstmord geschah.

Katie kann das alles nicht glauben, so vieles passt nicht zusammen, so vieles ist ihr Unbekannt und unverständlich und deshalb beschließt sie kurzerhand sich auf die selbe Reise wie Mia, zusammen mit deren Tagebuch, zu begeben.

Und so begibt sich auch der Leser auf eine Reise deren Ausgang noch völlig ungewiss ist.

Dabei verfolgt man aber nicht nur Katie, sondern auch Mia.


Sympathisch sind beide Mädels, obwohl sie nicht unterschiedlicher sein könnten.

Katie wirkte im ersten Moment sehr Selbstbewusst und Zielstrebig. Wie eine Frau die weiß was sie will und zeitgleich noch genug Kraft aufbringen kann um sich um andere, vor allem aber um ihre Schwester, kümmern zu können. Sie ist sehr herzlich und mitfühlend.

Doch auf dem zweiten Blick erfährt man auch, dass sie nicht immer die Starke ist. Sie beneidet Mia um ihre Spontanität, ihren Sinn für Humor und ihrer Lebhaften Art und wäre gerne ein Stück wie sie.

Und das ist auch das, was sie am meisten verbindet. Beide haben das Gefühl der anderen nicht zu genügen, weniger Wert zu sein und an dem momentan zerrenden Verhältnis Schuld zu sein.

Auch Mia wäre gern ein wenig wie Katie und hätte gern ihr Selbstvertrauen und ein Stück von ihrer Beständigkeit. Sie glaubt sich verloren zu haben und fühlt sich in ruhigen Momenten einsam bzw. unnahbar, da sie nicht den Draht zu Menschen bzw. die Herzlichkeit und wärme wie Katie besitzt.

Sie zeichnet sich durch ihre Spontanität aus, die Dinge locker zu sehen und anzugehen. Des Weiteren ist sie Humorvoll und steht schon von Kindheit an an Finns Seite, als beste Freundin. Sie ist Reiselustig und Lebhaft sowie ein wenig Geheimnisvoll.

Weiterhin lernt man neben den Charaktereigenschaften auch das Leben der Mädels kennen, insbesondere die Gefühlswelt der beiden sowie das reifen und wachsen an und durch neue Situationen.

Alles in allem sind beide auf ihre ganz eigene Art sehr sympathisch und Liebenswert und man verfolgt um so lieber die Reise jeder einzelnen.


Der Schreibstil ist leicht, sehr Detailreich und vor allem bildlich, so dass man sich vollkommen in Situationen, Geschehen und Orte hinein versetzen konnte. Des Weiteren war es sehr flüssig zu lesen. Besonders gefallen hat mir die Monatsangabe sowie der Name, der jeweiligen Schwester, als Kapitel beginn. Zum einen wusste man so auf wen das Hauptaugenmerk lag und in welchem Zeitrahmen sich das alles abspielte. Ebenfalls gut fand ich, dass die ganz persönlichen Gedanken sich durch eine dickere und kursive Schrift ausgezeichnet haben, so dass diese noch einmal an Bedeutung gewannen. Ideal finde ich auch die Regelmäßigkeit zwischen dem Wechsel der Kapitel mit Mia und Katie und die darin vorkommenden Cliffhanger, die einen antrieben immer weiter und weiter zu lesen. Die ganze Geschichte ist sehr authentisch und man findet auf jede Frage mehr oder weniger eine Antwort.


Fazit: Mir hat das Buch riesig gefallen, der Titel ist so originell wie die Geschichte und es steckt kein 0 - 8 - 15 kitsch dahinter.


☻ ☻ ☻ ☻ ☻

4.11.12 21:53


Riikka Pulkkinen, Wahr


Ehrlich gesagt bin ich ein klein wenig von „Wahr“ enttäuscht, so habe ich durch die Inhaltsangabe doch auf eine ganz andere Richtung der Geschichte gehofft und umsonst gewartet.


Aber erst einmal zum Cover.

Das Cover zeichnet sich durch seine Schlichte Gestaltung aus.

Zu sehen ist ein Frauenkörper. Bis auf den Hals, das Dekolleté und die Arme, welche in rot sind, ist alles in verschiedenen Lila Nuancen.

In der Körpermitte der Frau ist ein weißes Rechteck, welches in großen und dicken sowie schwarzen Druckbuchstaben den Titel enthält. Über dem Rechteck steht der Autorenname in weißen und dicken Druckbuchstaben.

Alles in allem sieht es wie ein Bild-Druck oder Bild-Stempel aus.

Die Inhaltsangabe finde ich nicht sehr gelungen, denn meiner Meinung nach gibt sie dem Leser einen falschen Eindruck der Handlung und dem Schreib-/ Erzählstil. Des Weiteren finde ich die Inhaltsangabe etwas über dramatisiert. Diese Eigenschaft wird auch in der kompletten Geschichte beibehalten.


Bevor die Handlung startet sind zwei Zitate zu lesen. Das erste passt ganz gut zur Inhaltsangabe, welches von Karen Blixen ist. Das zweite, welches von Jean Luc Godard aus Elf Uhr Nachts ist, ist relativ Interpretationsabhängig, vor allem durch die zwei Sichtweisen. Einmal ohne die Handlung zu kennen und einmal mit dem Wissen der Handlung.

Im ersten Kapitel bekommt man einen ersten groben Eindruck über die Gesamtsituation.

Elsa, die an Krebs erkrankt ist, hat einen Mann, eine Tochter, einen Schwiegersohn und zwei Enkelkinder. Seit 6 Monaten kennt sie ihre Diagnose und steht nun langsam vor dem Ende. Doch bevor sie die Welt verlässt erzählt sie ihrer Enkelin, Anna, von ihrem damaligen Leben und der damit verbundenen schwierigen Zeit. Leider bekommt der Leser davon nicht viel mit und die ganze Situation bleibt er ein geheimer und unnahbarer Moment.

Im weiteren Verlauf erfährt man von der ganze Familie etwas, aber vor allem lernt man von Martti, Elsas Mann, ihrer Enkeltochter Anna und der Geheimnisvollen Eeva, die Gedanken und Gefühle kennen.

Mit der Zeit und dem weiteren Verlauf erfährt man von Elsas Schicksal, welches einen Faden Beigeschmack hat. Öfters habe ich mich gefragt wieso Elsa diese Geschichte unbedingt noch einmal jemanden erzählen musste ? Wieso gerade ihrer Enkeltochter Anna, die damit gar nichts zu tun hatte und im Moment auch nicht einmal mit ihrem eigenen Leben klar zu kommen scheint ? Wieso konnte sie die Vergangenheit nicht Ruhen lassen oder sich wenigsten an eine betreffende Person wenden ? Was wollte sie damit Bezwecken und vor allem: Hat es ihr wirklich etwas gebracht ?

Fragen die leider bis zum Ende offen bleiben.

Schade finde ich auch das man von Elsa fast gar nichts gelesen hat, obwohl die Inhaltsangabe meiner Meinung nach dies Versprochen hat und es außerdem auch um ihr Leben ging.

Eher wird die Geschichte von ihrem Mann, ihrer Enkeltochter und Eeva erzählt, wobei Eeva ihre Kapitel immer in der Vergangenheit von 1964 bis 1968 handelten.

Des Weiteren empfand ich die Personen, trotz Gefühlsschilderungen, als sehr unnahbar und manchmal sogar etwas überheblich bzw. anmaßender als sie sein dürften. Es hat lange gebraucht bis ich in die Geschichte richtig Einsteigen konnte und selbst dann war es immer noch kein richtiges Wohlfühlgefühl.

Der Schreibstil ist sehr Detailreich und recht langatmig, was vor allem in den Kapiteln von bzw. mit Eeva hervorsticht. Weiterhin sind bei jedem neuen Kapitel die ersten drei Wörter in komplett großen Buchstaben. Ein wenig nervig fand ich die Namen. Nicht nur das sie sich durch Ähnlichkeit auszeichneten, nein, sie hatten auch noch neben der ungewohnten Schreibweise verschiedene Abkürzungen und gerade die Hauptpersonen glichen sich dann auch noch sehr. Soll das eine Verbindung zum Autorenname sein, welcher sich auch durch doppelte hintereinander folgende Buchstaben („kk“ „ii&ldquo auszeichnet ?

Das eig. Thema fand ich etwas, wie oben schon erwähnt, über dramatisiert und konnte deswegen auch nicht so recht die Handlung mancher Personen nachvollziehen. Ist das alles noch Realitätsnah ? Ich bin mir da jedenfalls nicht so sicher und überlasse jedem selbst die Entscheidung.


Direkt weiterempfehlen werde ich das Buch jedenfalls nicht, es ist zwar durchaus zum Zeitvertreib lesbar aber nichts was einem vom Hocker reißt oder einem eine neue Erkenntnis verschafft.

Von mir gibt es 3 von 5 Sterne, die meiner Meinung nach sehr Fair sind.


☻ ☻ ☻ ☺ ☺

27.10.12 18:44


Laura Brodie, Stimmen in der Nacht


Kein Thriller, aber ein gelungenes Drama !


Das Cover ist Schlicht, gewinnt aber an Bedeutung nach den ersten paar Seiten aus dem Prolog.

Zu sehen ist das Gesicht eines kleinen Mädchen, welches in grünen Klee liegt. Das Gesicht der kleinen ist schwer zu deuten, denn man erkennt keine Angst, keine Freude und kein Leid. Es ist ausdruckslos, fast schon Still.

Der Titel „Stimmen in der Nacht“ ist Pfirsichfarben und in ausgefransten Druckbuchstaben. Der Name der Autorin „Laura Brodie“ ist weiß und in klaren sowie kleineren Druckbuchstaben. Beide Schriftzüge sind leicht erhöht.

Die Inhaltsangabe ist sehr kurz, aber passend und macht den potenziellen Leser neugierig die Geschichte und dessen vermeintliche Auflösung lesen zu wollen.


Bevor die Geschichte mit dem Prolog beginnt ist ein Zitat von Emily Dickinson zu lesen.

Im Prolog, den ich persönlich recht lang finde, erfährt man mehr über die, wie im Klappentext bereits erwähnt, verhängnisvolle Nacht, bei der ein Gewaltakt das Leben aller beteiligten veränderte. Dies wird aus der Sicht von der Dozentin Emma geschildert.

Ab dem 1. Kapitel wird die Geschichte aus der Sicht von Maggie, der Tochter von Emma, erzählt, erlebt und geschildert.

Im weiteren Verlauf kommen aber noch andere Personen zu Wort, welche durch vorherige Überschriften bzw. Bezeichnungen eingeleitet werden und auf denen das Hauptaugenmerk liegt.

Trotz der unterschiedlichen Sicht- und Erzählweisen bleibt die Kerngeschichte aber immer relativ präsent.

Des Weiteren verlieren sich die Personen auch oft in ihren Gedanken, Gefühlen und vergangenen Situationen sowie Begebenheiten. Was ich allerdings nicht als störend empfand, denn so bekamen einzelne Charaktere erst ihre persönliche Note und wirkten authentischer sowie sympathischer oder eben gerade dadurch auch unsympathisch.


Am liebsten war mir die 15 jährige Maggie. Geprägt von der Schicksalhaften Nacht versucht sie sich in ihrem Leben und in der Schule durch zu kämpfen und das, zumindest Schulnotenmäßig, mit Erfolg. Ihr Vater, der sehr fürsorglich, ja – fast schon zu fürsorglich ist, und ihre beste Freundin Kate sind für Maggie der wichtigste halt, was man durch ihre beschriebenen Gedanken und Gefühlen schnell spürt.

Die damalige Nacht belastet und beschäftigt Maggie noch sehr und hat sie auch im Umgang mit anderen Menschen und in ihrem Verhalten geprägt. Sie ist Schüchtern, zurückhalten und bildet sich vorher eine Meinung über einzelne Menschen, denen sie allgemein sehr misstrauisch gegenüber steht. Zeitgleich ist sie aber ihrer Freundin und ihrem Vater gegenüber sehr liebevoll, ehrlich und fürsorglich. Fremden gegenüber benimmt sie sich, trotz ihrer Schüchternheit, sehr höflich und scheut sich auch nicht jemanden eine 2. Chance zu geben.

Alles in allem ist Maggie also ein sehr liebenswerter Teenager.


Der Schreibstil ist sehr ausführlich und es wurde sehr Bildlich und Detailreich geschrieben. Weshalb man sich die Situationen, Orte und Begebenheiten sehr gut vorstellen konnte und ebenfalls tief in die Geschichte eintauchen konnte. Durch die Suche auf die Antwort von der Frage was an dem Abend wirklich passiert ist und wieso – weshalb – warum machte die Geschichte durchweg Interessant. Die Kapitel waren von der Seitenanzahl her relativ kurz, so dass man, wenn man mal unterbrechen musste, immer ein Kapitel zu Ende lesen konnte. Weiterhin war die Geschichte sehr flüssig zu lesen.

Dennoch würde ich „Stimmen in der Nacht“ nicht als Thriller bezeichnen, denn dafür hat einfach der gewisse Thrill gefehlt. Eher war es ein Drama mit einigen Geheimnissen und überraschenden Wendungen.

☻ ☻ ☻ ☻ ☻

8.10.12 19:14


David Safier, Plötzlich Shakespeare


Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage, die sich nicht nur Hamlet damals stellte, sondern auch Rosa aus dem 21. Jahrhundert.


Rosa ist eine junge Frau, die sich selbst als das absolute Frauenklischee bezeichnet. Nach der Trennung einer längeren Beziehung gibt es für sie im Moment nix besonderes und so lebt sie, eher freudlos, einfach so vor sich hin.

Doch eines Tages gerät ihr Leben durch eine magische Zufallsbegegnung in ganz andere Bahnen und plötzlich steckt sie in einem Männerkörper des späten 16. Jahrhunderts.

Dieser Körper gehört keinen geringeren als William Shakespeare, der eher mäßig über diesen Zwischenfall erfreut ist.

Zusammen mit ihm macht sie sich auf die Suche nach der wahren Liebe, denn nur so schafft sie es in die Gegenwart zurück. Dabei lernt sie Shakespeare und sein Leben kennen, welches oft sehr verzwickt ist.


Sympathisch sind hierbei beide sehr.

Rosa ist eine junge Powerfrau, die sich und ihre Freunde gerne mal auf die Schippe nimmt. Vor allem ihr bester Freund Holgi, der ihr sehr nah steht, muss das ertragen. Doch schenken tut er ihr auch nichts und so verbindet sie eine tiefe und von Grund auf ehrliche Freundschaft. Es machte riesig Spaß die manchmal sehr spitzen Wortgefechte zu verfolgen.

Shakespeare, von dem man eigentlich erwartet das er ein versnobter Schnösel ist, ist auch ein hervorragender Charakter, der Rosa sehr gleicht.

Beide haben sie eine lockere und Charmante Art an sich, die sich in manchen Momenten durch Ironie und Sarkasmus auszeichnet. Dennoch bleiben auch die Gefühle nicht aus und so verfolgt man ebenfalls eine erste aufkeimende Liebe zwischen den 2en. Des Weiteren erlebt man mit wie Rosa und Shakespeare an den Herausforderungen und dem teilen eines Körpers und dessen verbundene Aufgabe heran wachsen.


Gut gewählt finde ich vor allem, dass Shakespeare eine andere Schriftart, kursiv, hat, denn so kam man nie durcheinander wenn die 2 miteinander geredet haben.

Allgemein war es sehr Dialoglastig, dies natürlich wie zu erwarten mit Rosa und Shakespeare.

Aber auch die Gedanken jenes einzelnen kamen zu Wort, welche immer aus der Sicht des Erzählenden erzählt wurde.

Des Weiteren war die Story sehr Detailreich und Bildlich beschrieben, was es aber keinesfalls unnötig in die Länge zog. Der Schreibstil war locker, humorvoll und sehr flüssig zu lesen.

Weiterhin gefallen hat mir, dass man, bevor man die beiden in einem Körper erleben durfte, sie erst einmal, jeden für sich, in einzelnen Kapiteln, kennenlernt durfte, denn so konnte man auch besser Nachvollziehen welche Gedanken und Gefühle beim “verschmelzen“ auf sie einprasselten.


Das Cover ist passend zur Geschichte.

Zu sehen ist im Comic – Style Rosa, die im Bad ganz erschrocken über ihr Spiegelbild, welches Shakespeare zeigt, ist.

Über dem Bild steht der Titel „Plötzlich Shakespeare“ in roten und dünnen sowie großen Druckbuchstaben. Über dem Titel steht der Name des Autors „David Safier“ in blauen und etwas größeren Druckbuchstaben. Der Hintergrund ist ein helles gelb, welches von der Mitte aus nach oben und unten hin dunkler wird. Die Buchrückseite hat die selbe Hintergrundfarbe und eine passende Inhaltsangabe.

Alles in allem ein sehr schönes Gesamtbild.


Von mir gibt es definitiv 5 Sterne und eine klare Buchempfehlung für jeden, der nach einer kurzweiligen und humorvollen Geschichte sucht.

 

☻ ☻ ☻ ☻ ☻

5.10.12 08:07


Nicole Joens, Maria sucht Josef


Weihnachtswunder werden manchmal eben doch Wahr !

 

Aber erst einmal zum Cover.

Zu sehen ist eine junge Frau, die lächelnd nach unten schaut, eingemumelt in eine Jacke mit Wollmütze. Hinter ihr ist eine Schneelandschaft und über ihr sind 2 Wolken und viele fette Schneeflocken.

In der ersten und kleineren Wolke steht der Autorenname „Nicole Joens“.

In der zweiten und größeren Wolke steht der Titel „Maria sucht Josef“.

Rechts neben der größeren Wolke ist noch eine Hand die ein kleinen goldenen Herzanhänger hält. Dieser ist auch auf der Rückseite, nur statt oben rechts dieses mal unten rechts.

Die Inhaltsangabe ist knapp und kurz aber passend.

 

Seit dem Tod ihrer Schwester und deren Mann muss sich die Hochschwangere Miriam, 39 Jahre jung, um ihren Neffen Bene und ihrer Nichte Anna - Sophie kümmern.

Doch statt voll und ganz für die Kinder da zu sein hat sie dauerhaft Ärger mit den Behörden, die die Kinder lieber in Pflegefamilien sehen wollen. Als wäre das nicht schon genug, gesellen sich noch massive Geldprobleme und die bevorstehende Geburt dazu.

Doch kurzzeitig kann Miriam all das vergessen, als sie und die Kinder einen warmen Platz in einem alten Taxi finden, welches die 3 nicht gleich raus wirft, um zu ihrer Hebamme, etliche km weit weg, zu kommen. Jedoch bleibt diese kurze Freude nicht lang, denn noch hat sie Joe, dem Taxifahrer, nicht gesagt das sie die Fahrt gar nicht bezahlen kann.

Eine lange Nacht entsteht und eine nette Geste nach der anderen folgt und Miriam sowie der Leser bekommen den Eindruck das es tatsächlich noch so etwas wie ein Weihnachtswunder gibt.


Sympathieträger sind vor allem die Kinder. Danach folgt Joe, der zwar etwas grummelig ist, aber das Herz am rechen Fleck hat. Bei Miriam braucht es eine Weile bis man sie sympathisch findet. Ein Grund dafür ist, das man sie am Anfang als sehr Verantwortungslos, leichtsinnig und Schroff empfindet. Doch im weiteren Verlauf werden diese Eigenschaften eher als pure Verzweiflung und Selbstschutz definiert.


Den Schreibstil fand ich leicht und Detailreich. Die Geschichte wird aus der Sicht von Joe, Miriam und auch Bene, seltener von Anna- Sophie, geschildert. Dabei schweifen sie alle sehr ab und hängen oft in ihrer Vergangenheit, als alles noch besser war.

Neben dem Erzählerstil gibt es auch einige Dialoge bei denen vor allem Joe mit seinem Dialekt auffällt. Zwar wirkt es so sehr authentisch, war auf Dauer aber ein klein wenig nervig.

Die Kapitel hatten noch einmal eine kleine Überschrift deren Bedeutung im Verlauf immer erkennbar war.

Das Ende ist durch den Untertitel auf dem Cover „Eine weihnachtliche Liebesgeschichte“ vorhersehbar, doch getreu dem Motto : Der Weg ist das Ziel, gibt es noch einige überraschende, verzweifelte und wundervolle Momente.

Sicherlich empfinden einige das Ende als etwas zu abgedreht oder unrealistisch, doch wenn man die Geschichte nur als solche betrachtet ist es durchaus annehmbar und einfach als WeihnachtsWUNDER zu betrachten.


Empfehlen würde ich es daher jeden, der Spaß an einer chaotischen und verzwickten Weihnachtsgeschichte hat, jedoch kein Realitätsfanatiker ist.


☻ ☻ ☻ ☻ ☺

1.10.12 20:19


Don Winslow, Kings of Cool


Der Titel ist das Motto und so liest man völlig lässig die Geschichte von Chon, Ben & O und ihren Kampf um ihr bestehen in der Kalifornischen Drogenszene.


Aber erst einmal zum Cover.

Die gesamte Buchgestaltung ist Schlicht, lässig und derbe Cool.

Das Cover ist, wie der Rest, im Hintergrund schwarz. Im Vordergrund steht oberhalb vom Cover der Autorenname „Don Winslow“ und im unteren Teil der Titel „ Kings of Cool“. Knapp über den Titel ist eine kleine alleinstehende Palme.

Die Buchrückseite hat statt einer Inhaltsangabe einen Spruch. Die Inhaltsangabe ist nach 2 - maligen umblättern im Buch zu finden.

Die Schrift sowie die Palme sind weiß und leicht erhöht.

Der Seitenschnitt ist komplett schwarz und bildet somit eine Einheit zum Cover und zur Rückseite.

Zu erwähnen wäre auch noch das er ein wenig abfärbt und deutlich nach Farbe riecht, was das Lesevergnügen allerdings nicht schmälert.


Bevor das erste Kapitel los geht ist ein Zitat aus „Adam Raised a Cain“ von Bruce Springsteen zu lesen. Danach geht es mit dem ersten Kapitel los, welches sich in Kalifornien, im Jahr 2005, abspielt. Man lernt Chon, Ben und O und ihren Lebensstil erstmals kennen.

Ben und Chon haben sich mit ihrem eigenen Gras Anbau, was den Namen „Saturday in the Park“ trägt - weil es sich beim Rauchen so wundervoll anfühlt, ein lukratives Geschäft aufgebaut. Doch es schwebt in Gefahr, denn rivalisierende “Geschäftsmänner“ wollen ihren, ihrer Meinung nach berechtigten, Anteil daran haben. Durch Verbindungen zu korrupten Amtsleuten ist es für sie ein Klacks ihren Willen durchzusetzen, doch Chon und Ben geben sich nicht so einfach geschlagen und entwerfen einen Plan der einige Risiken mit sich bringt.

Im weiteren Verlauf lernt man auch Doc und John kennen,die die “Gründungsväter“ der Drogenorganisation “The Association“ sind. Dieser Erzählstrang fängt im Jahr 1967 an und trägt ebenfalls ein Zitat.

Bei jedem Wechsel der Handlungsstränge folgt ein weiteres, für den Verlauf passendes, Zitat. Des Weiteren spielt die Handlung mit Chon, Ben und O immer im Jahr 2005, während die Handlung mit Doc & Co. nach oben hin steigt.


Sympathisch fand ich vor allem Chon und Ben sowie O.

Alle 3 zeichnen sich durch ihre Eigenheiten aus.


So hat Ben die Einstellung das Gewalt als Antwort auf Gewalt immer mehr und mehr Gewalt verursacht. Seine Pläne sind Humaner, er denkt langfristiger und das obwohl er in einer gefährlichen Branche arbeitet. Dadurch unterschätzt man ihn am Anfang doch das ist ein Fehler.


Chon glaubt das Frieden als Reaktion auf Gewalt immer mehr Gewalt fördert. Er reagiert schneller auf unangenehme Situationen und Tötet leichtfertiger. Nach einer schlechten Kindheit und einer schlecht verlaufenden Jugend geht er zur Armee, wird ein SEAL und kämpft gegen den Terrorismus in Afghanistan.

Er und Ben sind beste Freunde, Brüder, sie sind eine Familie aber Chon ist eindeutig der große Bruder.


Ebenfalls ist Chon der große Bruder für O.

O auch Ophelia genannt ist 19 Jahre jung und die meiste Zeit der Geschichte auf der Suche nach ihrem Vater. Ben und Chon sind ihre Familie, ihnen kann sie alles erzählen und mit ihnen verbringt sie auch die meiste Zeit. Das sie im Drogengeschäft mitmischt ging ziemlich unter, doch in einem vorherigen Buch verwaltete sie das Geld der Firma.

O ist sehr eigen, für ihre Mutter scheint sie so gar nichts übrig zu haben und auch sonst wirkt ihr Charakter noch sehr Naiv bzw. etwas kindlich. Dennoch weiß sie was sie will und vor allem was sie nicht will.


Alle 3 sind jung, gutaussehend und führen ein gefährliches aber erfolgreiches Leben. Und eins ist dabei immer klar, sie sind eine hervorragende Clique und eindeutig die KINGS OF COOL.


Der Schreibstil ich locker, lässig und Actionreich und somit ist die Story rasant zu lesen. Vor allem die Drehbuchartigen Kapitel in denen die Personen selbst, nicht wie in den anderen, zu Wort kommen. In den anderen Kapiteln, die die Mehrzahl ausmachen, gibt es einige Dialoge aber auch einen allwissenden Erzähler, der ab und zu seine eigenen Gedanken mit einbringt.

Die Kapitel selbst sind sehr kurz und somit Ideal um auch in Zeitarmen Momenten mal das Buch zu zücken und darin zu lesen. Des Weiteren sind die Situationen, die Momente und auch die Gegend Detailreich beschrieben, was einen noch einmal zusätzlich tief in die Geschichte eintauchen lässt.

Auch gibt es schon von den ersten Seiten an Momente zum Schmunzeln. Der Personenkreis ist groß, sehr groß doch die wichtigsten bleiben einem in Gedächtnis und die, die es nicht bleiben lassen sich Situationsbedingt ganz schnell wieder heraufbeschwören.

Dennoch würde ich „Kings of Cool“ nicht als Thriller sondern eher als einen sehr Lesenswerter Actionroman einstufen.


Bisher kannte ich Don Winslow nur von „Bobby Z“ doch auch „Kings of Cool“ hat mich definitiv überzeugt und somit werde ich nach weiteren Winslow Büchern Ausschau halten.


☻ ☻ ☻ ☻ ☻

25.9.12 22:02


Jenny – Mai Nuyen, Noir

Das Cover von J. - M. Nuyen „Noir“ ist Wunderschön und tragisch zugleich.

Denn in Verbindung mit der Inhaltsangabe wird einen sofort klar was es zu bedeutet hat.

Bei einem Autounfall, bei dem Nino – der Protagonist – 5 Jahre alt war und seine Eltern verlor, zerbrach die Frontscheibe und splitterte in viele kleine Teile.

Und genau das ist auch auf dem Cover zu sehen. Durch die tiefer gesetzten Linien wirkt es wie eine gebrochene bzw. rissige Scheibe. Darauf steht im oberen Teil vom Cover der Autorenname „Jenny – Mai Nuyen“ und darunter der Titel „Noir“ in großen, dicken und schwarzen Druckbuchstaben, die ebenfalls etwas vertieft sind.

Die Rückseite hat den selben Hintergrund wie das Cover, nur das es dieses mal statt sehr hell sehr dunkel ist. So entsteht der Eindruck das man die Scheibe von beiden Seiten sieht. Des Weiteren verfolgt einen das Bild der zerbrochenen Scheibe noch mehrmals im Buch.

Die Inhaltsangabe finde ich im großen und ganzen sehr passend.


Die Geschichte fängt, was ich als sehr ungewohnt empfand, mit 2 Prologen an.

Der erste Prolog trägt die kleine Überschrift „Jetzt“. Der zweite Prolog trägt die kleine Überschrift „Das Sterben“.

Im ersten Prolog dreht es sich um Noir und die momentane Situation, doch sehr Schlau wird man daraus noch nicht. Des Weiteren ist die Schriftart anders, was auch im weiteren Verlauf bei den Kapiteln mit der Überschrift „Jetzt“ beibehalten wird und auffällt.

Im zweiten Prolog geht es, wie in der Inhaltsangabe schon erwähnt, um den Autounfall bei dem die Eltern von Nino ums Leben kommen und nur er Überlebt.

Zurück bleibt er mit einer Gabe, bei der er den Tod mancher Menschen voraus sehen kann, sowie seinen eigenen, der mit 24 Jahren eintreffen wird.

Weiter geht es mit den Kapiteln und schon in den ersten zwei passiert eine Situation die im ersten Moment unscheinbar erscheint bzw. man nicht ganz den Sinn für die Lokation und den Personenkreis entdeckt.


Die Protagonisten sind Nino und Noir.

Doch beide bleiben meiner Meinung nach viel zu unnahbar und oberflächlich. Denn auch wenn hin und wieder mal über eigene Gedanken, Lebensverläufe und Gefühle geschrieben wird geht es meistens nur um den Moment.

Den Moment das Rätsel um seine Gabe zu lösen.

Den Moment den Tod aufzuhalten und somit das Schicksal zu überlisten.

Den Moment …..


Des Weiteren hat mir auch ein wenig die Spannung gefällt.

Ein Pluspunkt gibt es jedoch dafür, dass sich das Geheimnis solange halten konnte und man zusammen mit Nino auf Spurensuche bzw. auf Wahrheitsfindung ging. Dabei haben mich vor allem die Kapitel mit der Überschrift „Jetzt“ zum immer weiter lesen animiert.

Den Schreibstil fand ich sehr leicht und auch die verschiedenen Schreibweisen zwischen den Kapitel „Jetzt“ und den anderen waren nicht störend, sondern eher von Vorteil.

Durch den leichten Schreibstil war „Noir“ schnell und flüssig zu lesen.


Empfehlen würde ich das Buch auf jeden Fall Fantasy – Fans und diejenigen die mal in diese Richtung reinschnuppern möchten. Denn die Geschichte ist nicht ganz so abgedreht wie so manch andere Bücher in diesem Genre.


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20.9.12 22:23


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